Hylase (Hyaluronidase) – Das Gegenmittel bei unerwünschtem Hyaluron

Hylase, auch Hyaluronidase genannt, ist ein Enzym, das natürlicherweise im Körper vorkommt und bei der Geweberegeneration eine wichtige Rolle spielt. In der ästhetischen Medizin wird es synthetisch hergestellt und gezielt eingesetzt, um unerwünschte Ergebnisse nach einer Hyaluron-Unterspritzung schnell und zuverlässig zu korrigieren.

Wie wirkt Hylase?

Das Enzym spaltet die injizierte Hyaluronsäure in kleinere Moleküle. Diese können vom Körper innerhalb von ca. 48 Stunden abgebaut werden.
Wichtig zu wissen: Auch körpereigenes Hyaluron wird kurzzeitig mit aufgelöst – doch keine Sorge, unser Körper produziert es kontinuierlich nach, sodass kein dauerhafter Verlust entsteht.

Ablauf der Behandlung

  1. Aufklärung & Untersuchung: Vor jeder Behandlung erfolgt ein ausführliches Beratungsgespräch.
  2. Injektion der Hylase: Das Enzym wird gezielt in die betroffene Region eingebracht.
  3. Reaktion des Körpers: Meist tritt eine leichte Schwellung oder Rötung auf – ein normales Zeichen der Wirkung.
  4. Ergebnis: Innerhalb von 1–2 Tagen ist das unerwünschte Hyaluron vollständig aufgelöst.

Nach der Behandlung

  • Leichte Schwellungen oder Rötungen klingen nach kurzer Zeit ab.
  • Eine erneute Hyaluronbehandlung sollte frühestens nach einigen Tagen erfolgen, wenn sich das Gewebe vollständig beruhigt hat.

Wann wird Hylase eingesetzt?

Eine Hylase-Behandlung ist sinnvoll, wenn:

  • Hyaluron zu stark oder an der falschen Stelle injiziert wurde
  • es zu Asymmetrien oder Knotenbildung gekommen ist
  • eine Überkorrektur vorliegt
  • medizinische Gründe (z. B. Gefäßkompression) eine schnelle Auflösung erfordern