Femilift – fraktionierte C02 Laserbehandlung für den weiblichen Intimbereich
Jede dritte bis vierte Frau erlebt irgendwann in ihrem Leben unkontrollierten Urinverlust. Häufig ist dies mit der hormonellen Umstellung in den Wechseljahren, dem fortschreitenden Alter, aber auch mit Faktoren wie Mehrfachgeburten oder Übergewicht verbunden.
Für Frauen, die mit diesen Beschwerden kämpfen, gibt es nun eine zunehmend beliebte Behandlungsmöglichkeit: die Lasertherapie. Bei dieser Therapie ein CO2-Laser zum Einsatz, die vaginal angewendet werden. Durch die gezielte Abgabe von thermischer Energie entstehen mikroskopische Wunden im Gewebe. Dieser Vorgang regt den Heilungsprozess an und fördert die Neubildung von Kollagen sowie die Bildung neuer Blutgefäße. Innerhalb weniger Wochen regeneriert sich das Gewebe, die Vagina gewinnt an Elastizität und Feuchtigkeit zurück, und der normale, leicht saure pH-Wert wird wiederhergestellt
Die Laserbehandlung hat zudem positive Auswirkungen auf die Beckenbodenmuskulatur, den Harnröhrenschließmuskel sowie die Funktion der Blase. Studien zeigen, dass Frauen nach der Lasertherapie eine signifikante Verbesserung ihrer Beschwerden erfahren. Besonders in milden bis mittelgradigen Fällen der Belastungsinkontinenz konnten Heilungs- oder Verbesserungsraten von 91 % nach sechs Monaten und 78 % nach zwei Jahren erzielt werden
Die Behandlung erfolgt in der Regel über mehrere Sitzungen – meistens sind zwei bis vier Sitzungen im Abstand von vier bis sechs Wochen notwendig. Um langfristige Ergebnisse zu sichern, kann eine jährliche Auffrischungsbehandlung sinnvoll sein Die Therapie gilt als gut verträglich, und bislang wurden keine gravierenden Nebenwirkungen berichtet.
Behandlungsablauf
Nach Betäubung des zu behandelten Areals kommt der CO2 Laser, entweder im äußeren Intimbereich zum Einsatz oder eine vaginale Sonde wird eingeführt. Nach wenigen Minuten ist die Behandlung beendet.
Heilungsverlauf
Vor der Behandlung ist ein negativer HPV Test notwendig, der nicht älter als 3 Monate ist. Des Weiteren sollte 4 Tage vor der Behandlung auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden.
Durch den Einsatz einer Betäubungssalbe ist die Behandlung schmerzarm.
Nach vaginaler Anwendung kann es am selben Tag zu leichten Schmierblutungen kommen. Es stellt sich das Gefühl des Wund seins ein. Schmerzen sind sehr selten möglich.
Nach der äußerlichen Intimbehandlung z.B. bei Lichen sclerosus ist in den ersten Tagen eine Rötung, Schwellung sowie ein Brennen normal. Kleine Krusten sowie Beläge können sichtbar sein sowie ein leichter Ausfluss.
Die Schleimhaut regeneriert sich nach 2-6 Wochen. In dieser Zeit sollte eine angepasste Intimhygiene angestrebt werden, um Infektionen zu vermeiden. Reibende Kleidung sollte ebenfalls gemieden werden. Sexuelle Aktivitäten sind nach vollständiger Heilung problemlos möglich.
Ergebnisse
Bereits nach 2-4 Wochen ist eine Verbesserung der Beschwerden wahrnehmbar. Die Schleimhaut ist elastischer, besser durchblutet und feuchter. Des Weiteren werden Brennen, Juckreiz und Schmerzen gelindert.
Die Behandlung kann bei Bedarf oder jährlich wiederholt werden, um das Ergebnis zu optimieren und dauerhaft zu halten.
Anwendungsgebiete
- Harninkontinenz Grad I-II (Niesen, Husten, Sport, Springen)
- Nach Chemotherapie, Bestrahlung
- Lichen sclerosus
- Beschwerden in den Wechseljahren
- Narbenbehandlung nach Dammschnitt
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
- Wiederkehrende Harnwegsinfektionen